zurück zu den Übergangslösungen……
Rezeptionsfachkraft Karin Hofele 1. Oktober 2020

Anlässlich der Verschiebung der Neuen Heilmittelrichtlinien vom 01.10.2020 auf 01.01.2021 hat der GKV am 29.09.2020 ein Empfehlungsschreiben veröffentlicht. Ziel: bürokratische Entlastung für die Heilmittelpraxen. Wir kennen diese Schreiben schon aus der Vergangenheit anlässlich der Corona–Sonderregelungen. Die Übergangsregeln gelten für Verordnungen der Vertrags- und Zahnärzte.

Das wichtigste kurz zusammengefasst:

Punkt 1. Die Prüfung auf die Unterbrechungsfrist über 14 Tage wird ausgesetzt für alle Rezepte, die bis zum 31.12.2020 abgerechnet werden.

Punkt 2. Eine Verordnung außerhalb des Regelfalls muss so ausgestellt sein, dass sie in 12 Wochen behandelbar ist. Ist diese Vorgabe erfüllt, verliert sie jedoch nicht nach 12 Wochen ihre Gültigkeit.

Punkt 3. Beginnfrist von 28 Tagen ab Ausstellungsdatum wird nochmals bestätigt.

Bei Verordnungen des Entlassmanagement wird die Beginnfrist von 7 auf 14 Kalendertage erweitert, die Endefrist von 14 auf 21 Kalendertage, gültig für alle Verordnungen die bis zum 31.12.2020 abgerechnet werden

Punkt 4. Podologen können bis zum 31.12.2020 Teilabrechnungen machen. Die Schlussrechnung der bis dahin noch nicht behandelten Leistungen darf auch nach dem 31.12.2020 erfolgen.

Punkt 5. Mit Ausnahme von Verordnungsmenge, Heilmittel und Hausbesuch dürfen wir nun wieder notwendige Änderungen und Korrekturen ohne Rücksprache mit dem Arzt auf dem Rezept vornehmen. Dies gilt für alle Verordnungen ausgestellt ab dem 18.02.2020 und abgerechnet bis 31.12.2020. Die Änderung bzw. Korrektur muss auf der Rückseite der Verordnung unten links begründet werden und mit Handzeichen und Datum quittiert werden.

Punkt 6. Für alle Rezepte abgerechnet bis 31.12.2020 kann weiterhin die Hygienepauschale von 1,50 € pro Verordnung abgerechnet werden.

Hinweis: auch die Privatversicherungen haben die Hygienepauschale von 1,50 € pro Behandlung bis zum 31.12.2020 verlängert.

Punkt 7. Im Laufe der nächsten 3 Monate soll über das „Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz“ die Genehmigungspflicht für V.a.R abgeschafft werden. Bis dieses in Kraft tritt rät der GKV den Kassen, die noch auf eine Genehmigung bei V.a.R bestehen, auf diese für alle Verordnungen ausgestellt ab 01.10.2020 zu verzichten.

Das aktualisierte Empfehlungsschreiben des GKV finden Sie hier.

Foto: Trueffelpix/Adobe Stock

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