Rezeptionsfachkraft Karin Hofele 7. April 2021

Der Gemeinsame Bundesausschuß (G-BA) verlängert mit seinem Beschluss vom 18.03.2021 die Corona-Sonderregelungen. vgl. Pressemitteilung hierzu vom 18.03.2021

Demnach bleiben Verordnungen mit einer Behandlungsunterbrechung über 14 Tage weiterhin für alle Behandlungen bis 30.09.2021 gültig. Ich empfehle dennoch für Unterbrechungen über 14 Tage eine Begründung anzugeben.

Auch können weiterhin bis 30.09.2021 Folgeverordnungen für Heilmittel nach telefonischer Anamnese von den Ärzten ausgestellt werden.

Die Möglichkeit zur Videobehandlung wurde ebenso bis 30.09.2021 verlängert.

Im Beschluss des G-BA zu den Sonderfristen für Verordnungen des Entlassmanagement liest man, dass Krankenhausärzte „Heilmittel nicht nur für eine Dauer von bis zu 7 Tagen, sondern bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus verordnen“ können. Von der Beginn- und Endefrist ist hier nichts zu lesen. In einer Info von Physio-Deutschland wird dazu entsprechend geschrieben, dass die Beginnfrist wieder 7 Tage beträgt, wie vor Corona, die Behandlungsdauer bis zu 14 Tage und die Endefrist bei 21 Tage (anstelle von 12, (ohne Einrechnung des Entlassdatums). vgl. hierzu auch Info des ZVK vom 06.04.2021

Diese Sonderregelung „gilt bis Ende der epidemischen Lage“, aktuell bis 30.06.2021.

Im Schreiben des GKV-Spitzenverbandes vom 26.03.2021 liest man dagegen, dass die Beginnfrist von 7 auf 14 Tagen verlängert bleibt und die Endefrist von 12 auf 21 Tage. Demnach herrscht offensichtlich keine Einigung bezüglich der Beginnfrist. Hier besteht auf jeden Fall noch Klärungsbedarf. Bis dahin ist man aus meiner Sicht auf der sicheren Seite, wenn man binnen 7 Tagen die Behandlung beginnt.

Hier der Link zu den Sonderregelungen des G-BA für den Heilmittelbereich.

Das aktualisierte Schreiben der Krankenkassen zu den Regelungen für den Heilmittelbereich gültig ab 01.01.21 vom 26.03.21 finden Sie hier.